Luftsportverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

Segelflugliga Runde 16

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Urlaubszeit bei den Segelfliegern

SFG Wershofen macht in Segelflug-Landesliga weiter Boden gut

Es sind Ferien, und auch die Segelflieger zieht es in die Ferne: die französischen Seealpen und das nördliche Spanien sind bevorzugte Urlaubsreviere der Thermikjünger, denn die intensive Sonneneinstrahlung der südlichen Gefilde produziert kräftigere Aufwinde, als das in unseren Breiten der Fall ist. So befinden sich zur Zeit auch mehrere Piloten der AW-Flieger außer Landes, um ihrer Leidenschaft unter diesen besonderen Bedingungen zu frönen. Leider können sie dadurch aber auch nichts zur Segelflugliga beitragen, denn dafür müsste der Start in Rheinland-Pfalz (Landesliga) beziehungsweise in Deutschland (Quali-Liga) liegen. Viel verpasst haben sie indes nicht, denn die zu Gewittern neigende hohe Labilität der Luft produziert zwar Aufwinde, doch können sich die Piloten unter diesen Bedingungen aus Sicherheitsgründen nicht allzu weit vom heimatlichen Flugplatz entfernen.

Die ASK-18, hier beim Sonnenaufgangsfliegen im Sommerfluglager der SFG Wershofen, ist aus Stahrrohr, Holz und Stoff gebaut (Foto: H.G. Hamann)Auch in Wershofen, wo das einwöchige Sommerfluglager der Segelfluggruppe (SFG) zu Ende ging, mussten die Segelflieger ständig die Wetterentwicklung im Blick behalten, um gegebenenfalls schnell zu landen und die Flugzeuge in den schützenden Flugzeughallen vor den Naturgewalten in Sicherheit zu bringen. Doch sie hatten Glück: sowohl am Samstag wie auch sonntags zogen die Schauer und Gewitter links und rechts am Flugplatz vorbei. Zunächst sah es so aus, als würde auch dieses Wochenende wieder eine Nullrunde werden. Samstags konnten die Eifeler Segelflieger zwar in kleinen Wetterfenstern mehrere kurze Streckenflüge in die nähere Umgebung von Wershofen absolvieren, erreichten dabei allerdings nicht die Mindestpunktzahl. Und auch am Sonntag sah das Wetter zunächst wenig hoffnungsvoll aus. Doch dann entwickelte sich überraschend doch noch brauchbare Thermik. Glücklicherweise wuchsen die Thermikwolken auch nicht in die Höhe, wodurch sie heftige Gewitter produziert hätten. Davon blieb der Eifelflugplatz - im Gegensatz zu seiner Nachbarschaft - auch für den Rest des Tages verschont. Unter einer lokal begrenzten Wolkenstraße konnten SFG-Ausbildungsleiter Johannes Schorn im fast 40 Jahre alten Übungssegler ASK-18 und Fluglehrer Bernd van der Mühlen im Ausbildungs-Doppelsitzer ASK-21 rund eine Stunde lang über insgesamt 78 Kilometer hin und her fliegen und erreichten so mit 21,81 beziehungsweise 23,99 km/h die Mindest-Wertungsgeschwindigkeit. Mit an Bord in der ASK-21 war auch der 14-jährige Flugschüler Darius Mießeler aus Rohr. Er und sein gleichalter Bruder hatten von ihrem Onkel einen Segelflug-Schnupperkurs geschenkt bekommen und erst eine Woche zuvor mit der Flugausbildung begonnen. Mit diesem Flug kann seine noch junge Fliegerkarriere bereits ihren ersten Höhepunkt verzeichnen. Im Anschluss daran ging ebenfalls in der einsitzigen ASK-18 mit Marcel Glienke ein angehender Jungpilot an den Start und brachte mit einem Schnitt von 19,37 km/h den dritten Wertungsflug für Wershofen zustande. Dies waren neben einem Flug von Ludwigshafen aus auch die einzigen Flüge in dieser Runde der rheinland-pfälzischen Landesliga, die somit von den Eifeladlern gewonnen wurde. Da somit aber nur zwei Vereine in dieser Wertungsrunde punkten konnten, gab es für die SFG nicht mehr als vier Punkte. Dennoch dafür ausreichend, dass sich die Eifeler in der Tabelle um einen Platz auf Rang 8 verbessern konnten.

Der Übungssegler ASK-18 startet an der Winde zu einem Wertungsflug. (Foto: H.G. Hamann)In Bad Neuenahr fand hingegen in dieser Runde kein Streckenflug statt, da sich hier wie auch in Bad Breisig die Leistungsträger zum Fliegen im Ausland aufhielten, und die Wetterbedingungen ungünstiger waren als im westlichen Teil des Landkreises. Trotz alledem haben zwei Piloten des Luftsportvereins Burgdorf, dem derzeitigen Tabellenführer der 1.Bundesliga, von ihrem Urlaubsort Mönchsheide aus Wertungsflüge absolvieren können und damit ihre Klasse bewiesen. Ferienziel ist derzeit auch das Wershofener Fluggelände, wo der Luftsportclub Hamm für zwei Wochen sein Lager aufgeschlagen hat. Auch einige Piloten der SFG werden das inzwischen beendete Sommerfluglager ihres Vereins am eigenen Platz wohl noch um einige Tage verlängern und zu Streckenflügen starten, denn die Wetterprognosen versprechen beste Flugbedingungen für die Eifel. Warum auch in die Ferne schweifen, wo doch die gute Thermik liegt so nah.

Autor: Uwe Bodenheim
Beitragsersteller: Webmaster

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