Luftsportverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V.

Saisonrückblick 2013

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Segelflieger bleiben im Aufwind

Ahrkreis-Luftsportler ziehen positive Bilanz für 2013

Begeistern konnte das Wetter in 2013 nur selten, und das bekamen auch die Segelflieger zu spüren, die ja die „Thermik“ genannten Aufwinde benötigen, um so mit der Kraft der Sonne Langstreckenflüge von manchmal bis zu 1000km zurückzulegen. Nichts desto trotz können die Segelflugvereine im Kreis Ahrweiler mit dem Resultat zufrieden sein, müssten sie doch im Gegensatz zu den meisten anderen Luftsportclubs in Rheinland-Pfalz keinen Einbruch in der Zahl der gesammelten Streckenflugkilometer in Kauf nehmen. Im Gegenteil: sie konnten dem ungeachtet – abgesehen von Bad Neuenahr - ihr Vorjahresergebnis einstellen oder sogar leicht verbessern. Der größte Flug mit Start in der Region gelang Dr. Jürgen Koch mit 952 Kilometern am 4.August, dem wohl besten Tag des Jahres.

So haben es die Segelflieger am liebsten: blauer Himmel betupft mit Schönwetterwolken (Foto: Thomas Marr)Sehr erfreulich war das hervorragende Abschneiden der Kreisstädter Segelflieger in der Segelflug-Landesliga, wo die „Ahrtal-Segler“ des Luftsportvereins (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler Vizemeister wurden, leider aber auch in diesem Jahr den Aufstieg in die 2.Bundesliga verpassten. An zentralen Meisterschaften nahm in der vergangenen Flugsaison kein AW-Pilot teil. Dafür waren der LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler, der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig/Andernach und die Segelfluggruppe (SFG) Wershofen in der Dezentralen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) überaus erfolgreich. Hierbei starten die Flugzeuge über das ganze Jahr meist von ihren Heimatflugplätzen zu Langstreckenflügen, die nach Weite und Aufgabenstellung bepunktet werden. Wertungsrelevant sind die drei punkthöchsten Flüge eines Piloten, für die Mannschaftswertungen die drei Piloten eines Vereins mit den besten Flügen in der entsprechenden Wertungsklasse. Gleich mehrere Medaillenränge wurden auf Landesebene von den hiesigen Clubs in den diversen Klassen belegt. Und auch in der Bundeswertung sind gute Platzierungen zu verzeichnen.

Als Landesmeister der Offenen Klasse beendete LVM-Pilot Stephen Parker die Flugsaison und kam damit auf Platz 29 in der gesamtdeutschen Wertung. Sein Vereinkamerad Hans Wiesenthal platzierte sich hier auf dem neunten, Dirk Schlünsen von den Neuenahrer Nachbarn auf dem sechsten Platz. Die Flugzeuge in dieser „Königsklasse“ des Segelflugs haben eine Flügelspannweite von bis zu 30m, was in etwa einer Boeing 737 entspricht! 

In der von der Spannweite merklich kleineren 18m-Klasse gab es wie im Vorjahr eine deutliche Dominanz des Kreises Ahrweiler: mit dem Zweitplatzierten Robin Ermen und Jürgen Ruland als 13. (beide SFG Wershofen), den LSV-Piloten Jürgen Koch (3.), Paul-Justin Schilling (5.), Peter Metzen (14.) und Rainer Zundel (18.) sowie Karin Wiesenthal vom LVM als Elfter sind es sieben Starter aus der Region, die sich unter den besten 20 wieder finden. Während in der Hauptwertung nur Flüge mit Start in Deutschland zählen, werden in der internationalen Wertung auch Flüge aus Segelflugparadiesen wie den französischen Alpen, Spanien oder Marokko berücksichtigt. Für Aufsehen in der Segelflugszene sorgt hier Jahr für Jahr der Breisiger Bernd Dolba, der bei seinen Segelflugexpeditionen im marokkanischen Atlasgebirge Flüge von mehr als 1300 Kilometern absolvierte. Belohnt wird er dafür mit Platz zwei in der Wertung und befindet sich damit in guter Gesellschaft, denn nur drei Piloten der TOP10 kommen nicht aus einem Ahrkreisclub. Das schlägt sich auch in der Mannschaftswertung nieder, wo der LVM Vizemeister, der LSV Dritter und die SFG Vierter wurden.

Nicht minder erfolgreich das Abschneiden in der Doppelsitzerklasse, wo die Spitzenpiloten der SFG Wershofen aus einer Familie kommen: Bernd van der Mühlen belegt Platz 7, zwei Plätze vor seinem Sohn Martin. Beim Neuenahrer LSV kann sich Nachwuchspilot Dominik Kneipp als Neunter noch in den TOP10 platzieren. Als Mannschaft erreichen die Wershofener Eifeladler damit in der Club-/Doppelsitzerwertung Platz 5, direkt gefolgt von den Neuenahrer Ahrtalseglern.

Nicht ganz so präsent zeigen sich die drei Vereine in den Wertungslisten der „kleinen“ Klassen mit 15m-Spannweite. Während es in der Standardklasse kein Pilot auf die vorderen Ränge schafft, ist es in der Clubklasse lediglich SFG-Pilot Arnold Backes, der als Elfter eine gute Platzierung erreicht. Auch in der Rennklasse ist mit seinem Vereinskollegen Gerhard Krautwig nur ein Starter aus dem Kreis zu finden, dafür aber mit einem Premiumplatz: auf Landesebene verdiente er sich die Silbermedaille und kommt in der Bundeswertung auf einen beachtlichen Platz 15!

Überragend auch die Leistung von Karin Wiesenthal vom LVM, die sich den Titel als beste Frau in Rheinland-Pfalz einheimst und sich über Platz 24 in der deutschlandweiten Frauenwertung freuen kann. Überhaupt scheint die Mönchsheide gute Pilotinnen hervorzubringen: Vereins-Geschäftsführerin Alice Toups platzierte sich im Land auf Rang 12.

In Neuenahr und Wershofen ist es hingegen der Nachwuchs, der sich auf einem guten Weg befindet. Dabei sind es noch nicht einmal die Platzierungen, sondern die Leistungen an sich, welche die Kreisstädter Jungpiloten Florian Grünberg, Lars Schöttler, Christian Mildenberger, Dominik Lentz, Justus Israel, Fabian Kuhn sowie die Eifeler Nachwuchsflieger Marcel Glienke, Tessa Stefan und Leonard Müller in der Juniorenwertung zeigten und für die Zukunft hoffnungsvoll stimmen. Bemerkenswert auch deswegen, weil einige von ihnen noch Flugschüler sind und sich nur in der näheren Umgebung des Flugplatzes bewegen dürfen.

Neben alledem dürfen sich die Vorsitzenden der drei Vereine zudem über ein gutes Abschneiden ihrer Clubs in der Vereinswertung freuen. Der LSV landet verdient mit 56.534 geflogenen Kilometern auf Platz 5, knapp dahinter mit 50.895 km der LVM und die SFG mit 34.799 km auf Platz 8. Die Vereinschefs Werner Ulrich (LSV), Frank Vervoorst (LVM) und Christian Grau (SFG) können also durchaus zufrieden mit ihren Piloten sein und positiv auf die nächste Saison blicken, die dann hoffentlich auch besseres Flugwetter zu bieten hat.

 

Autor: Uwe Bodenheim
Beitragsersteller: Webmaster

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